Streitschlichterprogramm: Schüler/innen als Streitschlichter im Einsatz


Seit zwei Jahren (seit 2018) sind sie ein alltäglicher Anblick auf dem großen Schulhof, in fast allen großen


Pausen unterwegs, gut zu erkennen an den gelben Westen: die Streitschlichterinnen und Streitschlichter


der THS. Momentan sind es 16 Viertklässler, die in Zweierteams ihre Dienste auf dem Schulhof, aber auch


nach Absprache zu anderen Zeiten anbieten.



Sie haben während einer einjährigen Ausbildung in einer AG gelernt, worauf es beim Schlichten von


Streitigkeiten ankommt:



  • Die Streitparteien müssen eine Schlichtung wollen, d.h. sie ist freiwillig.


  • Die Streitschlichterinnen und Streitschlichter müssen neutral sein.


  • Man muss höflich miteinander sprechen und jede Partei muss Gelegenheit haben, ihre Sicht der Dinge

    zu schildern.


  • Gemeinsam mit den Streitschlichterinnen und Streitschlichtern soll nach Lösungsmöglichkeiten für die

    Konflikte gesucht werden, die beide Streitparteien annehmen können.


  • So kann eine Brücke zwischen den Streitenden gebaut werden, auf der sie sich wieder

    entgegenkommen können.


Jede Schlichtung erfolgt nach einem festgelegten Ablauf. In Rollenspielen haben die Streitschlichterinnen


und Streitschlichter diesen Ablauf geübt, sich gegenseitig beobachtet und sich Rückmeldung gegeben.


Das war gar nicht so einfach und oft auch anstrengend.



Wenn die Grundschulzeit der jetzigen Streitschlichterinnen und Streitschlichter im Sommer abgelaufen ist,


warten schon neue Teams auf ihren Einsatz. Sie sind seit Februar in der Ausbildung und warten darauf,


ihre Dienste endlich „in echt“ anzubieten.

Kathrin Bicker

(Leiterin des Streitschlicherprogramms)