Jahresbricht 2019: 

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage


Die Theodor-Heuss-Schule in Empelde ist seit September


2017 Mitglied im Netzwerk „Schule ohne Rassismus –


Schule mit Courage“.


Die Schulsozialarbeiterin Katharina Hansen (Jasiniecki)


initiierte an der Theodor-Heuss-Schule bereits 2015 das


Projekt der Flüchtlingspaten / Integrationspaten, welches


2017 um das Projekt der Schule ohne Rassismus – Schule


mit Courage erweitert wurde.


Im Rahmen dieser Oberprojekte entstand 2019 eine neue Idee, die


Schülerinnen und Schülern das Mitteilen von emotionalen Gefühlslagen


(vor allem in Problemlagen oder in schwierigen Situationen oder


nichtalleine händelbaren Umständen) erleichtern soll. Solche


Situationen können sein: ungerechte Behandlung, Mobbing,


Ausgrenzung, Beleidigungen etc. Ziel soll es sein, den Schülerinnen


und Schülern der Theodor-Heuss-Schule zu verdeutlichen, dass alle


Menschen unterschiedlich sind und jeder von ihnen aber sehr wertvoll


und vor allem wegen der einzigartigen Merkmale „besonders“ ist. Die


Unterschiede, die uns ausmachen, sollen uns besonders machen und


nicht zur Ausgrenzung führen. Es ist wichtig, dass die Kinder das schon


in der Grundschule lernen.


Zu diesem Zweck sollten alle Schüler im ersten Schritt nach dem Motto


„Ich bin anders als DU und das ist toll“ aufschreiben bzw. aufmalen,


was sie „anders“ macht. Dabei sind schöne Aussagen


zusammengekommen wie z.B.:


„weil ich kleiner als andere bin“,


„weil ich eine andere Sprache sprechen kann“,


„wegen meinen Haaren und meiner Art“,


„weil ich eine Brille habe“.


Begleitend zu der Aufgabe haben alle Schüler einen Auszug aus dem


Buch „Irgendwie Anders von Kathryn Cave/Chris Riddell“ erhalten, den


sie zusammen mit ihren Eltern zu Hause lesen sollten / konnten, um


das Thema auch im häuslichen Umfeld aufzugreifen.


Damit die Schülerinnen und Schüler eine unkomplizierte, einfache, anonyme


Möglichkeit haben, sich mit ihren Sorgen – z.B. bzgl. einer ungerechten


Behandlung von Mitschülern – mitzuteilen, wurde im nächsten Schritt HELDI der


Sorgenfresser durch die Schulsozialarbeiterin „eingeschult“. Mit einem


Vorstellungsbrief, einer Anleitung und Tipps zum Umgang mit HELDI wurde jede


Klasse der THS über die Intention des kleinen Sorgenfressers informiert.


Bereits ab dem ersten Tag ist HELDI gut gefüllt mit Briefen, die einer Klärung


bedürfen oder HELDI an der Schule begrüßen.


Wir haben Schüler, die bereits vor Heldi immer wieder den Weg mit ihren


Problemen zu der Schulleitung, dem Lehrer oder der Schulsozialarbeiterin


gefunden haben. Jetzt scheint der Weg aber auch für die „unsicheren“ Kinder


einfacher zu sein, sodass wir noch mehr Sachverhalte klären können.


Bearbeitet werden die Briefe durch die Schulsozialarbeiterin oder die Schulleitung.


Hierzu werden die Schüler zu einem Gespräch eingeladen und gemeinsam wird


überlegt, welches Vorgehen für eine gute Lösung gewählt wird. Für die Ablage


wurde ein Ordner erstellt.